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Entwicklung von Algorithmen und Software für GNSS-Empfänger neuester Technologie unter besonderer Berücksichtigung von Echzeit- Anwendungen und Sensorintegrationen
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Finanzierung
Projektpartner
Kontakt:
ProjektzielePrimäres Ziel des MULTINAV Projekts war die Entwicklung und Erprobung von Algorithmen und einer entsprechenden Software für Navigations- und Positionierungsaufgaben in Echtzeit. Die verwendeten Navigationssensoren umfassen einerseits GNSS wie GPS und GLONASS. Auch auf eine spätere Einbeziehung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo und des europäischen EGNOS wurde Wert gelegt. Im Sinne einer erweiterten Einsatzfähigkeit und zur Erhöhung der Verfügbarkeit und Integrität der Lösung wurden ebenfalls Algorithmen zur Integration des terrestrischen Radionavigationssystems LORAN-C erarbeitet und implementiert. Da die flächendeckende Einführung einer hochgenauen (10er Meterbereich) Ortung und Navigation auf GSM/UMTS Basis in Deutschland derzeit noch nicht absehbar ist, wurde dieser Teil vor allem theoretisch behandelt. Eine im Rahmen des MULTINAV Projektes entwickelte Software erlaube es jedoch, die Signalstärken in einem GSM Netzwerk zu messen, woraus unter Umständen eine grobe Position des Empfängers abgeleitet werden kann. Die Abbildung zeigt das Schema der Positionsberechnung für Satellitennavigationsverfahren. Dabei macht es schematisch keinen Unterschied, ob GPS, GLONASS oder Galileo Messungen als Input verwendet werden. Auch eine kombinierte GPS/GLONASS/Galileo Auswertung folgt dem abgebildeten Schema. Die Implementierung der einzelnen Blöcke in eine Auswertesoftware hängt jedoch sehr wohl vom Satellitensystem ab. Der Hauptgrund dafür ist das unterschiedliche Format, in dem die GPS, GLONASS und zukünftig auch Galileo Ephemeriden in der Navigationsmessage vorliegen. Die zukünftig ebenfalls denkbare Einbeziehung von Galileo-Daten wurde nicht weiter verfolgt.
Schema der Positionsberechung bei Satellitennavigation Die Software ist in einer Multithreading-Architektur angelegt. In dieser Abbildung sind die einzelnen Module der Software mit ihren Relationen untereinander dargestellt.
Klicken Sie auf die Abbildung, um eine größere Darstellung zu erhalten.. Errungenschaften und Verwertung Generell kann festgestellt werden, daß eine GNSS/LORAN-C Integration eine vielversprechende Methode ist, die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit von Positionsbestimmungen im Vergleich zu GNSS Stand-Alone Lösungen zu steigern. Die Situation von LORAN-C in Europa ist bezüglich der Geometrie aber nicht zufriedenstellend. Es gibt zu wenige aktive Sender. Abhilfe könnte entweder die Reaktivierung der existierenden Sendestationen in Südeuropa, oder eine Installation von (2-3) neuen LORAN-C Sendern bieten. Man beachte, daß sich die Kosten der Installierung einer LORAN-C Sendestation auf nur rund 6 Millionen Euro belaufen. ProjektstatusErfolgreich abgeschlossen im Jahr 2002. |
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© TELEMATICA e.K. · 12 Jan, 2006 · |
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